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INHALT

Ausgabe April
Heft 04/2000
Leider vergriffen!
Hellenismus
"Der Name Alexander bedeutet das Ende einer Weltepoche, den Anfang einer neuen." J.G. Droysen, der dies feststellte, bezeichnete die neue als "Hellenismus". Man kann das so sehen; es ist die politische Ansicht des Geschehens. Aber es gibt auch andere Seiten des weltgeschichtlichen Prozesses, der damals seinen Anfang nahm und für den die Gestalt Al... mehr
Wolfgang Hofmann
Das Christentum im Einfluss hellenistisch-römischer Antike
2. Praxis Beiträge
Das Christentum erstarkt im ersten nachchristlichen Jahrhundert innerhalb des Römischen Reiches von Ost nach West. Es ist eine über Judentum und Hellenismus hinausgehende Synthese beider, die der Apostel Paulus als
zentrale Gestalt verkörpert und inhaltlich prägt. Wieweit sich diese neue Glaubenslehre in die hellenistische Geisteswelt des Römischen Reiches einfügt, lässt ein Vergleich mit den Lehraussagen eines anderen herausragenden Repräsentanten dieses Zeitalters deutlich werden, denen von Lucius Annaeus Seneca.
Rita Amedick
Erfindungsreichtum
Wissenschaft und Entdeckungen im Hellenismus
Grundlagen des technologischen Denkens von heute wurden in hellenistischer Zeit gelegt, als man begann, natürliche Phänomene systematisch zu erforschen. Neu war die Verbindung von theoretischer Erklärung und praktischer Umsetzung.
Die Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse beim Bau von Geräten brachte außer Arbeitserleichterung noch weitere Annehmlichkeiten
in vielen Lebensbereichen.
Jürgen Rettberg
"Heureka" - Legende und Wirklichkeit
Die Wissenschaftslegende Archimedes
Die Beachtung der Einzelpersönlichkeit bis hin zum Personenkult gilt als charakteristisches Merkmal des Hellenismus. Üblicherweise wird dies im Unterricht am Beispiel Alexanders des Großen gezeigt. Dieser Beitrag verfolgt das Ziel anhand
der Legendenbildung um Archimedes.
Kai Buschmann, Thomas Schwendner
War er "der Große"?
Nachdenken mit Schülern über Alexander
Schon die antiken Autoren urteilten über Alexander sehr entschieden und kontrovers: „Dank seiner eigenen Klugheit und Tapferkeit übertraf er an Größe der Leistungen alle Könige, von denen die Erinnerung weiß“, formuliert Diodor. Seneca dagegen machte aus seiner kritischen Haltung
keinen Hehl: „Den unglücklichen Alexander trieb seine Zerstörungswut sogar ins Unerhörte. Oder hältst du jemanden für geistig gesund, der mit
der Unterwerfung Griechenlands beginnt, wo er doch seine Erziehung erhalten hat?“ Es liegt nahe, den Streit um den makedonischen König im Unterricht zu thematisieren und den Beinamen
„der Große“ hinterfragen zu lassen. Hier wird das über einen szenischen Dialog versucht.
Volker Habermaier
Alexander macht GESCHICHTE macht Alexander
Das Bild Alexanders des Großen in der Historiographie
„Von der Parteien Gunst und Hass verwirrt, schwankt sein Charakterbild in der Geschichte“. Das Wort Schillers, das er auf Wallenstein münzte,
könnte ebenso für Alexander den Großen gelten. Jedes Urteil über den Makedonenkönig ist wesentlich geprägt durch die eigene Zeit.
Für den Unterricht ergibt sich damit die Möglichkeit,
Geschichte als Konstrukt zu erkennen.
Burkard und Susanne Chwalek
Die Biographien des Plutarch
Historisches Material im Banne der Charakterdarstellung
Dieser Beitrag hat die Werkgruppe eines Autors zum Gegenstand, die einer im Hellenismus entwickelten Gattung angehört, der Biographie. Sie ordnet die historische Materialfülle der Herausarbeitung und Darstellung eins Charakters unter. Ungeachtet dieser spezifischen Zielsetzung
stellt die Biographie für uns eine wichtige historische
Quelle dar. Diese Spannung begründet den didaktischen Reiz ihrer Behandlung im Unterricht und schärft zudem das methodische Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler im Umgang mit Quellen.
Bettina Alavi, Birgit Wenzel
Nebeneinander, Gegeneinander oder Miteinander?
Alltag von Griechen und Ägyptern im Ptolemäerreich
UE Sek I
Wolfgang Bickel
Didaktisches Vorwort
Im Banne des Hellenismus
Die Aufgabe des Heftes besteht darin, bewusstseinserhellende Lichtpunkte ausfindig zu machen, die die Erheblichkeit dieser Epoche für Schülerinnen und Schüler unserer Zeit aufzeigen.
Susanna Künzl
Hellenistische Königsporträts
Das Bild des hellenistischen Königs ist ein starker Bedeutungsträger, der zwar individuelle Gesichtszüge wiedergibt, sie aber zu verschiedenen Zwecken verändert. Die hellenistischen Monarchen seit Alexander schafften sich so eigene Repräsentationsformen. Um unterschiedlichen Aussagen gerecht zu werden, greifen sie dabei nur zum Teil auf das Porträt ihres großen Vorgängers zurück.
Axel Hesper, Susanne Schindler-Tschirner
Auf Spurensuche
"Zu meiner Zeit" - Pausanius und sein Reisebericht
Heute gilt der Reisebericht des Pausanius - insgesamt zehn Bücher, jedes einer besonderen Landschaft gewidmet - als unschätzbare Quelle für unser Wissen von der Antike, die unser Bild von Griechenland entscheidend prägte.
Hans-Joachim Schalles
Das hat Geschichte gemacht
"Erinnerung an den Pergamonaltar"
Wirkungsgeschichte einer hellenistischen Kultanlage
Die wechselseitige Durchdringung des Politischen und Religiösen war die Voraussetzung für die erstaunliche Wirkungsgeschichte einer hellenistischen Kultanlage.