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Kompetenzbereich Beurteilen und Bewerten
Das Beurteilen und Bewerten von Situationen, Sachverhalten oder Behauptungen ist weit mehr als eine einfache Meinungsäußerung und will erlernt sein. Als allgemeine Grundlage dient das Verständnis für die in der Gesellschaft wirksamen Wertvorstellungen und Normen, das geschaffen werden muss, sofern es noch nicht vorhanden ist. Darauf aufbauend entwi... mehr
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Volker Ladenthin
Werterziehung im Geographieunterricht
Ein Thema wie der „Drei-Schluchten-Staudamm“ macht evident, dass Geographieunterricht immer Wertvorstellungen thematisiert, selbst transportiert und bei den Schülern evoziert – denn es geht bei einem Staudamm um Energie- und Wassergewinnung, aber auch um Landschaftsschutz und den Erhalt traditioneller Lebenssituationen.
Christiane Meyer, Dirk Felzmann, Karl W. Hoffmann
Ethische Urteilskompetenz
Wesentlicher Bestandteil eines zukunftsfähigen Geographieunterrichts
Ein reflektiertes Urteil erfordert die Beachtung und das Hinterfragen verschiedener Perspektiven und Standpunkte. Steigende Urteilskompetenz ist verbunden mit Fachwissen und ethischen Grundlagen, analytischem und multiperspektivischem Denken sowie kommunikativen Fähigkeiten und daher mit Selbstbildung und Bildung des Selbst.
Annette Coen und Karl Walter Hoffmann
Beurteilen und Bewerten
Schlüsselkompetenzen eines modernen Geographieunterrichts
Spätestens nach der Lektüre der Beiträge von Ladenthin und Meyer et.al. ist jedem Leser klar: Beurteilen und Bewerten ist eine große Herausforderung, anstrengend, mühsam. Für Lehrer und Schüler. Wozu diese geistige und sprachliche Anstrengung, wozu die Mühe?
Tom Pieper
Flughafenausbau Frankfurt – Fluch oder Segen?
Der Flughafen Frankfurt am Main ist der größte Flughafen Deutschlands und gleichzeitig eine der weltweit wichtigsten Luftverkehrsdrehscheiben. Mehrfach wurde er – unter heftiger Kritik der Gegner – ausgebaut, um mit den steigenden Kapazitäten mitzuhalten.
Klassenstufe 6
Hedi Wenz
Wangari Maathais „Green Belt Movement“ – eine Vision fasst Fuß
Vor 33 Jahren gründete die Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai in Kenia eine Umweltorganisation, die über das Pflanzen von Bäumen auch stets für Menschenrechte, Demokratie und Gleichberechtigung kämpfte. Über die außergewöhnliche Leitfigur Maathai, so zeigt der Beitrag, lassen sich fachliche Zusammenhänge zur Landschaftsökologie, anthropogene Eingriffe mit ihren Folgen sowie räumliche Orientierung vermitteln.
Klassenstufe 8–10
Stefan Fußer
Schokolade – zartherb und bittersüß
Die vorgestellte Unterrichtsidee behandelt das klassische Orientierungsstufen-Thema der Plantagenwirtschaft und setzt nach einer Erarbeitung der typischen Ausstattungsmerkmale den Schwerpunkt auf die Bewertung der mit dieser Betriebsform verbundenen Vor- und Nachteile aus einem schülernahen Kontext heraus. Sie vermittelt dabei auch Kompetenzen im Auswerten thematischer Karten und verlangt eine intensive Auseinandersetzung mit Sprache.
Sekundarstufe I
Marcel Paulus
Das Ende der Leerstandspirale? Gentrification am Beispiel des Wächterhaus-Projektes in Leipzig
In der „shrinking city“ Leipzig wird seit 2004 der Versuch unternommen, mithilfe des innovativen und kostengünstigen Projekts der „Wächterhäuser“ die Leerstandspirale sowie den für die ostdeutschen Städte charakteristischen Preisverfall von Immobilien und Mieten zu stoppen. Damit sollen gründerzeitliche Viertel vor dem Verfall gerettet werden.
Sekundarstufe II
Nadine Schwinn
Graffiti – Schmiererei oder Kunstwerk? Ein kontrovers diskutiertes städtisches Phänomen
Ausgehend von den vier Raumkonzepten des Curriculum 2000+ lässt sich das Phänomen Graffiti auf verschiedenen Ebenen betrachten. Dies ermöglicht den Schülern ein vertieftes Verständnis für ein Phänomen aus der eigenen Lebenswelt,
das sie aus verschiedenen Perspektiven reflektiert bewerten und beurteilen sollen.
Sekundarstufe II
Volker Wilhelmi
Wo soll das hinführen? Urteilsfindung mit der „Dilemma-Methode“
Ökologisches Denken und Nachhaltigkeit sind zu zentralen Bildungszielen des Faches Geographie geworden. De Haan (2007) beschreibt das Handlungsfeld der Bildung für nachhaltige Entwicklung und kennzeichnet es mit den Begriffen: Interdisziplinarität, Multiperspektivität und Problemorientierung. Bahr (2007) konkretisiert Handlungsfelder für den Geographieunterricht und schlussfolgert, „dass die Hinführung zu mündigem Handeln im Sinn von ökologisch und sozial verantwortlicher Mitbestimmung gesellschaftlich anerkannt ist“ (S.11). Aber wie sollen die Kompetenzen, die einem verantwortungsvollen Handeln vorangestellt sind mit Schülern entwickelt und geübt werden?
Sekundarstufe II
Christoph Haferburg, Markus Pingold und Malte Steinbrink
Fußballtempel versus Hüttensiedlungen
Sportliche Großereignisse und Stadtentwicklung am Beispiel der WM in Südafrika
Das weltweite Interesse an der Fußball-WM 2010 in Südafrika ist enorm. Nicht nur das Turnier selbst, auch das Gastland erfährt in dieser Zeit immense internationale Aufmerksamkeit. In Südafrikas Jubel über den erhaltenen Zuschlag mischen sich aber vermehrt Stimmen, die kritische Fragen nach Kosten und Folgeproblemen stellen.
ab Klassenstufe 9
Tanja Behrendt
Fußball-WM-Fieber contra Wettergott? Wetterverläufe beim Durchzug einer Zyklone
Der Verlauf eines Fußballspiels hängt nicht immer ausschließlich von der Qualität der
Mannschaft ab. Manchmal kann auch das Wetter das entscheidende Zünglein an der
Waage sein.
Klassenstufe 9–10