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Ausgabe Juli/August
Heft 07-08/2001
Leider vergriffen!
Trockenraum Sahara / Folie: "Wüstenformen"
Sahara: einerseits unwirtlicher Lebensraum, der nur bedingt vom Menschen genutzt werden kann, andererseits Projektionsfläche für Sehnsüchte. Die Heftbeiträge zeigen verschiedene Möglichkeiten der Inwertsetzung dieses Raumes. Außerdem beschreibt ein Beitrag die Ausprägungsformen der Wüste. Die Praxis Plus-Beiträge widmen sich angesichts aktueller Di... mehr
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Konrad Schliephake
Industrielle Entwicklung eines Wüstenraumes
Erdöl und Petrochemie in Libyen
Aus dem ehemals ärmlichen Wüstenstaat Libyen ist das reichste Land Afrikas geworden. Es hat für seine Bürger beinahe eine Wohlfahrtsgesellschaft aufgebaut. Mit einer Million Gastarbeitern aus den Nachbarstaaten setzen die Libyer den Erdölschatz in Wert. Dem Reichtum an Erdöl und Erdgas steht die Knappheit des Wassers als Engpassfaktor gegenüber. Der folgende Beitrag präsentiert den Entwicklungsweg dieses großen saharischen Landes, das ein moderner Industriestaat werden will.
Günter Meyer
Toshka – Megaprojekt zur Eroberung der Wüste Ägyptens
Nur rund 5 % der Fläche Ägyptens sind gegenwärtig besiedelt. Durch spektakuläre Projekte zur Erschließung der Wüstengebiete will die ägyptische Regierung die Siedlungsfläche bis 2017 auf 25 % ausweiten. Das größte dieser Erschließungsvorhaben ist das umstrittene Südägyptische Entwicklungsprojekt. Hier sollen rund 420 000 ha Bewässerungsland geschaffen werden.
Andreas Kagermeier
Tourismus im Sahararaum
Die Beispiele Ägypten, Marokko und Tunesien
Endlose Sandwüsten und das satte Grün von Oasen – mit diesen Klischees wirbt die Tourismusindustrie für den Wüstentourismus in den Saharaanrainerstaaten. Neben der Bedienung klassischer Wüstenklischees setzen die Veranstalter auf teilweise luxuriöse Übernachtungsmöglichkeiten und Infotainment-Elemente für dieses Spezialsegment. Im Beitrag werden sowohl die positiven regionalökonomischen Wirkungen als auch die Fragilität des Ökosystems sowie sozio-kulturelle Aspekte angesprochen.
Herbert Popp
Die Wahrnehmung der Sahara
Stereotype über eine Wüstenregion und ihre touristische Vermarktung.
Die Wüste Sahara, die größte Wüste dieser Erde, ist ein Gebiet, das für menschliche Wirtschaftsaktivitäten eigentlich sehr uninteressant ist. Als klimatischer Extremraum liegt sie jenseits der Trockengrenze des landwirtschaftlichen Anbaus und gehört somit zur Anökumene.
Rolf Six
Wüste ist nicht gleich Wüste
Hamada, Serir und Erg
Ein Großteil der Schüler verbindet Wüste mit der Vorstellung von Sandwüste: endlos weite Sand- und Dünenfelder, die von Karawanen auf wochenlangen Reisen durchschritten werden und in denen sich die Fahrzeuge der Rallye Paris–Dakar festfahren. Dass Wüste jedoch mehr als Sandwüste ist, das soll Schülern mit der folgenden Unterrichtseinheit gezeigt werden.
Klaus Claaßen
In der Wüste
Naturräume 7
Der kleine Außerirdische ist im Juli mit seinem Raumschiff in Hamburg gestartet. Er hat seinen Bordcomputer auf Automatikflug eingestellt: immer entlang des 10. Längengrades in Richtung Süden. In der Nähe von Ghadames in Nordafrika hat er einen Defekt und muss landen. Als er den Wüstenboden betritt, verbrennt er sich fast die Füße.
Detlev Sürig
Bergsenkungen im Ruhrgebiet
Vergessene Stollen – Verhängnis für die Zukunft?
Für die Bewohner des Ruhrgebietes ist es schon fast alltäglich: Risse im Putz der Häuser, zeitweiliges Knirschen in den Wänden des Wohnhauses, Erdstufen im Garten, wellige Gehwege, gebrochene Zu- und Abwasserleitungen, Austrocknung von kleineren Teichen, Absterben von Bäumen auf Grund von Wassermangel durch Grundwasserabsenkung und vieles mehr.
Gerd Feller
Kiwi-Anbau in Neuseeland
Bei der Behandlung von Agrarräumen ist das antipodisch gelegene Neuseeland selten Unterrichtsgegenstand. Die Handelsbeziehungen Deutschlands und der übrigen EU-Länder mit Neuseeland, die sich nicht nur auf den Kiwi-Import beschränken, die zunehmende Bedeutung neuseeländischer Waren auf dem Weltmarkt und ebenso die Beliebtheit des Landes bei deutschen Touristen werden Neuseeland häufiger als bisher ins Blickfeld rücken. Insofern sollte diese Region in den Unterricht einbezogen werden.
Anja Eichinger, Ulrich Ermann, Sonja Hock
Milky Ways
Schüler untersuchen die Herkunft von Milchprodukten
Für die Schüler von heute ist es kein Geheimnis, dass Milch von Kühen kommt und dass Kühe nicht lila sind. Auf welchen Wegen die Milch jedoch von der Kuh bis ins Regal des Supermarktes gelangt und woher die Milch in unseren Kühlschränken stammt, das ist nicht nur für die Schüler eine Untersuchung wert.
Ulrich Brameier
Agrarwende
Unterrichtsmaterialien zu einem aktuellen Thema
(Sek. I/II)
BSE und MKS haben die Nöte der konventionellen landwirtschaftlichen Produktion offen gelegt und eine heftige Diskussion um die Zukunft der deutschen und europäischen Landwirtschaft entfacht.
Siegfried Schacht
Genug für alle?
Materialsammlung zum Reisbau
Der Reis ist neben dem Weizen die Hauptnährpflanze der Menschheit. Er wird in mehr als 100 Ländern der Erde, von Afghanistan über Portugal bis Simbabwe, angebaut. Die Flächenerträge reichen von 6 dt/ha im Sudan bis 90 dt/ha in Australien, das in dieser Hinsicht seit Jahrzehnten den Weltspitzenplatz einnimmt.
Rezensionen
Knut Heyden: Diercke-GIS. Datenbaustein UN-Entwicklungsindex (HDI-GDI)
Manfred Leier (Hrsg.): Weltatlas der Ozeane
Daniela Ingruber, Martina Kaller-Dietrich (Hrsg.): Mais. Geschichte und Nutzung einer Kulturpflanze
Report
Dietmar Falk: Von Tripolis nach Timbuktu. H. Barths Reise nach Afrika
Klaus Zehner: Dubai. Von der kolonialen Hafenstadt zur kosmopolitischen Metropole
Heidrun Kriegel: Exodus ins Mutterland. Ecuadorianer in Spanien
Aktuell
Internet konkret: Daten-, Karten- und Diagrammmaterial über die bekannten Klima- Anomalien El Niño und dessen "Schwester" La Niña; Länderinformationen und Kartenmaterial findet man im World Factbook; eine Linksammlung zum Thema Städte; eine virtuelle Bibliothek zum Thema Urban Environmental Management
Grafik des Monats: EU-Beitrittskandidaten
Forum
Eingewanderte Tier- und Pflanzenarten
Kinderbergwerk "Zeche Knirps"
AIDS-Bedrohung in Afrika
Praxis Wissen
Städterätsel 51
Geographentag in Leipzig
Klaus Claaßen
Die Wüste hat viele Gesichter
Klima- und Vegetationszonen 8
„Die Wüste hat viele Gesichter“, sagen die Karawanenführer. Nur auf einem kleinen Teil ihrer Reise kommen siedurch Sand- und Dünenfelder (Sandwüste: Erg). Sie durchqueren ebenfalls Kies- und Felswüsten (Serir und Hamada).
Klaus Claaßen
Sahara – die größte Wüste der Erde
Klima- und Vegetationszonen 9
Die Sahara ist mit 9 Mio. Quadratkilometern die größte Wüste der Erde. In ihrer West-Ost-Ausdehnung erstreckt sie sich in Nordafrika fast über den gesamten Kontinent.
Klaus Claaßen
Vegetationszonen der Tropen
Klima- und Vegetationszonen 10
Die Tropen umfassen fünf Vegetationszonen. Jahreszeitenwerden nicht durch die Temperaturen, sondern durch dieVerteilung der Niederschläge bestimmt. Hier spricht mannicht von Winter und Sommer, sondern von Trocken- undRegenzeit